Rennbericht Gruppe West: Geilenkirchen, 07.11.2010

5. Lauf zur LRP-HPI-Challenge Saison 2010/2011

„Das ist ja genauso spannend, wie bei den Großen“, so ein erstaunter Zuschauer im Geilenkirchener Megadrom. Er war mit Kind und Kegel zum fünften Lauf der Challenge im Westen gekommen, weil ihm ein Bekannter davon erzählt hat. Bislang hatten er und auch sein Frau die Verrückten eher belächelt, die mit „Spielzeugautos“ um die Wette fahren – der Nachmittag an der Rennstrecke hat diese Meinung geändert. Nicht nur die beiden haben gesehen, dass Racing pur auch in kleinerem Maßstab möglich ist – und zwar für (fast) alle Altersgruppen. Bis zu zehn Autos jagten zeitgleich über die topfebene Strecke, deren anspruchsvolles Layout sorgfältiges Vorbereiten des Autos forderte und auch den überlegten Umgang mit der „Funke“. Jeder Fahrer wollte natürlich eine Top-Leistung abliefern und manchmal ging es gerade beim Start etwas zu forsch zur Sache, was aber durch den Rennleiter überlegt und routiniert korrigiert wurde. Neustart und Feldsortierung gehören halt manchmal auch dazu. Das schöne daran: jeder hat es eingesehen, keiner hat sich beschwert – alle waren mit den Entscheidungen einverstanden. Unter dem Strich also wieder ein gelungener Wertungslauf mit viel Spaß und heißen Duellen.

Die Rookies machten traditionell den Anfang und zeigten wieder einmal, dass auch in der Einstiegsklasse spannende Szenen geboten werden können. Sven Müller fuhr souverän drei Siege ein und gewann vor Karli Trautwein und Nico Hertgen. Phillpp Stroh gewann seinen ersten Pokal – er wurde bester Jugendlicher.

Schön anzusehen auch diesmal wieder die Classic-Fahrzeuge. Erwähnenswert ist sicher, dass diesmal drei Cup Racer mit BMW-Karosserien an den Start gingen. Es war schön anzusehen, wenn die schlicht lackierten, liebevoll dekorierten „Cuppies“ über den Teppich sausten - und wenn dann so ein gelber BMW jagt macht auf einen größeren blau-weißen Camaro, erinnert das auch etwas an einen hinterher flitzenden Terrier. Die Podiumsplätze errangen Torsten Faber (Platz 1), Heinz-Jürgen Kalinowski (Platz 2) und Jörn Hoormann (Platz 3). Das B-Finale entschied Tobias Teichmann für sich. Bester Jugendlicher wurde hier Dominik Girek.

Schon traditionell am stärksten besetzt war auch diesmal die Klasse 17,5. Das es eng werden würde, war klar, wenn man auf die Rundenzeiten der Vorläufe schaute. Die Top-Rundenzeiten der Kontrahenten lagen nur zehntel- ,manchmal nur hundertstelsekunden auseinander. Somit war sicher: einen wirklich überlegenen Sieger würde es nicht geben. Die Folge dieser Leistungsdichte waren packende Zweikämpfe, Aufholjagten und Kampflinienfahrten. Jeder Finallauf hatte einen anderen Sieger. Die Nase vorn hatte schließlich Michael Koch, vor Thilo-Alexander Tödtmann und Jill Bartsch (zugleich bester Jugendlicher in 17,5). Sieger B wurde Thorsten Schmitz, Sieger C Yves Mayer und das D-Finale ging an Marc Lademacher.

Fast an Furious, das Motto der Klasse Stock. Bei den schnellsten Autos bekamen die Zuschauer durchaus Spannendes geboten. Furios war ohne Zweifel die Aufholjagd von Michael Spiering, der in einem Lauf nach Gegnerkontakt das Feld von hinten aufrollte und sein Können wieder einmal eindruckvoll demonstrierte. Michael gewann diese Klasse auch klar vor Dai Sakagushi und Christian Lütjen.
Das Edelmetall für den besten Jugendlichen ging an Simon Schütte.
Die Favoritenrolle für das Formelfinale war nach den Vorläufen noch nicht ganz zu erkennen. Zwar hatte Dai Sakagushi die Pole-Position erkämpft, aber immerhin saß ihm mit Karsten Bartsch der amtierende Deutsche Meister dieser Klasse im Nacken. Außerdem waren die weiteren Gegner im Feld auch nicht zu unterschätzen – alles erfahrene Fahrer - und in 20 Minuten kann eine Menge passieren. Am Ende hieß der Sieger dann doch Dai Sakagushi. Karsten belegte Platz zwei vor Harald Berendsen.

Sieger Rookie Challenge
Sieger der Classic Challenge
Sieger der 17,5T Challenge
Die Sieger der Stock Challenge
Die Sieger der Formel Challenge

Ergebnisse: