Rennbericht Gruppe West: Dortmund, 13.04.2011

13. Lauf zur LRP-HPI-Challenge Saison 2010/2011

Am Anfang war – Skepsis. Kann das klappen? Akzeptieren RC-Racer eine Challenge mitten in Woche? Ja!

Die Intermodellbau 2011 war genau der richtige Rahmen, einen Wertungslauf zur LRP-HPI-Challenge einmal auf einen Mittwoch zu legen. Deutlich über 70 Starter haben in Dortmund bewiesen, dass man nicht immer am Sonntag um die Wette fahren muss, sondern es geht eben auch mal anders – vorausgesetzt, der Rahmen stimmt. Und dafür sorgte das erstklassige Team des MC Dortmund. Die Truppe der modellrennsportbegeisterten Dortmunder hat ganze Arbeit geleistet.

Die Strecke: Anspruchsvoll - mit Spaßgarantie.

Der Teppich: Nagelneu - mit fusselfreier Griffgarantie (fast von Anfang an).

Das Catering: Rundum-Service - mit „Immer-was-da-Garantie“ (auf Spendenbasis).

Die Rennleitung: Engagiert - mit Kommentargarantie.

Das Publikum: Erstaunt - mit Unterhaltungsgarantie.

Die Fahrer: Motiviert - mit Spannungsgarantie.

Die Läufe: Packend - mit Fairnessgarantie.

Es war also ein kurzweiliger Renntag, für den sich auch die teilweise lange Anreise aus anderen Gruppen Deutschlands gelohnt hat.

Den Anfang machten diesmal die 17,5er, wie üblich die stärkste Gruppe. Bereits in den Vorläufen deutete sich an, dass die Finale einiges an Spannung bieten würden. Und so war es dann auch. Fast jeder noch so kleine Fahrfehler hatte einen Positionswechsel zur Folge. Zweikämpfe bestimmten oft das Bild auf der Strecke, und häufig hörte man anerkennendes Raunen aus den Reihen des Publikums. Erst nach dem letzten Lauf stand fest, wie die Pokale letztendlich verteilt wurden. Markus Kreder gewann die Klasse vor Matthias Keding und André Severt.
Im B-Finale hatte Dirk Flachmann die Nase vorn, Sieger im C-Finale wurde David Drewanz und Frank Lupo sicherte sich Platz eins im D-Finale.

Die Rookies mussten als Nächste ran. Einsteiger finden beim Publikum immer Anerkennung und Aufmerksamkeit, vor allem dann, wenn die Läufe mit erklärenden Kommentaren unterlegt werden und es ein buntgemischtes Starterfeld gibt. Sven Müller sicherte sich Platz eins vor Nico Hertgen. Dritter wurde Philipp Stroh-Knüppe, zugleich jüngster Teilnehmer im Feld. Philipp ließ übrigens Mama Susanne hinter sich, die einzige Frau im Teilnehmerfeld.

Die klassischen Autos gewinnen nun auch im Westen immer mehr Freunde. Inzwischen hat sich der SC10 TC als Chassis einen festen Platz auf den Strecken gesichert. Die Mustangs, Camaros und Corvettes begeisterten die Zuschauer nicht allein durch ihr Aussehen, sondern auch durch packende Duelle auf der Strecke. Tobias Schünemann zeigte eine souveräne Leistung und kletterte nach drei Finalsiegen auf die höchste Stufe des Podiums, Platz zwei ging an Frank Schmitz vor Jochen Müller. Im B-Finale war Markus Ernst erfolgreich.

Die hohe Geschwindigkeit der Autos und das Können der Fahrer in der Stock-Klasse fanden große Beachtung unter den Zuschauern. Auf der Strecke ließ Alex Piperato nichts anbrennen und holte dich den Siegerpokal. Alex sicherte sich die Pole-Position und gewann alle drei Finale, damit verwies er seinen härtesten Konkurrenten an diesem Tag, Christian Mertke, auf Platz zwei. Dritter wurde Martin Kruse.

Die 10 Fans der Klasse Formel erlebten nach den Vorläufen ein spannendes Finale über 20 Minuten. Um den Sieg kämpften bis buchstäblich zur letzten Runde Stefan Köhler und Alex Piperato. Alex klebte rundenlang am Getriebe von Stefan und übte ständig Druck auf den Führenden aus. Stefan ließ sich allerdings nicht aus der Ruhe bringen und bot Alex keinerlei Überholmöglichkeit. Die beiden erfahrenen Racer sorgten mit dafür, dass 20 Minuten Formelspaß auch einen hohen Unterhaltungswert beim Publikum haben können. Am Ende hatte Alex dann doch noch eine Lücke gefunden und konnte an Stefan vorbeiziehen, kurz bevor dem dann der Strom ausging – Stefan rettete Platz zwei über die Linie. Allerdings war das Finale keine Zweimann-Show, sondern auch um die anderen Pätze wurde bis zum Schluss gekämpft. Es fanden sich mehrere Pärchen, die in ähnlicher weise miteinander beschäftigt waren wie die beiden Führenden. Platz drei ging schließlich mit knapp 5 Zehntelsekunden Vorsprung an den amtierenden Deutschen Meister der Klasse, Karsten Bartsch.

Übrigens: Seitens der Challenge-Verantwortlichen wird immer nach Verbesserungen für die beliebte Rennserie gesucht. Für die Klasse Formel finden Versuche und Fahrerbefragungen statt. Im Rahmen dieser Versuche probierte Stefan Kruse einmal aus, wie sich denn der Formel mit dem 21,5 Turns X12 in Verbindung mit einem Lipo-Akkus im Feld von derzeit regelkonform ausgestatteten Autos schlägt. Selbstverständlich waren alle Fahrer vorher informiert worden. Für die Challenge wurde Stefans Rennen natürlich nicht gewertet.


Durchdachtes Layout der Strecke


...für jeden etwas dabei!

 


Kommandant auf der Brücke


Die Sieger der Rookie Challenge


Die Sieger der Classic Challenge


Die Sieger der 17,5T Challenge


Die Sieger der Formel 1 Challenge


Die Sieger der Stock Challenge

Ergebnisse: