Rennbericht Gruppe West: Lünen, 12.12.2010
6. Lauf zur LRP-HPI-Challenge Saison 2010/2011
Ungewöhnlich früh gingen die Lichter an
in der Minimobilwelt in Lünen. Eva und ihre fleißigen Helfer bereiteten sich und
die Halle auf den letzten Showdown des Jahres im Westen vor - den letzten Lauf
der Gruppe West in 2010.
Die Minimobilwelt hat zwei Besonderheiten: Zum einen git es sowohl eine Strecken
für Offroader als auch eine Glattbahnstrecke – und zwar eine Aphaltstrecke. Das
hieß also zu ungewohnter Jahreszeit: 30x auf das Auto – natürlich nur bei den
beiden Tourenwagenklassen!
Ungewöhnlich auch die Ideen zum Zeitplan. Der Rennleiter hatte es sich zum Ziel
gesetzt, aus der verfügbaren Zeit ein optimales Rennangebot zu basteln, und
damit den Grundstein gelegt, für eine tolle Rennveranstaltung. Wieder einmal
bewährte sich die Technische Abnahme vor den Läufen, inzwischen wohl schon
üblich ist im Westen.
Die Neuerungen zum Thema Motortiming in den Klassen, in denen der 17,5 T-Motor
eingesetzt wurde, fand große Zustimmung. Die Überprüfung vor Rennbeginn zeigte,
dass mit wenigen Ausnahmen, die Motoren bereits auf das zulässige Minimum
gestellt wurden. Die wenigen Ausnahmen waren schnell legalisiert. Ein paar
erklärende Worte reichten völlig aus.
Übrigens zeigte sich auf der Strecke keine wesentliche Änderung. Die
Rundenzeiten blieben weitgehend konstant, auch im Vergleich zu verangenen
Rennen.
Somit lag das Hauptaugenmerk aller wieder einmal mehr auf den Leistungen der
Fahrerinnen und Fahrer auf der Strecke.
Erwähnenwert: Die meisten „Abflüge“ waren selbst verschuldet, also ohne direkten
Gegnerkontakt – und wenn es doch mal passierte, war meist ein kurzes „Sorry“ zu
hören, welches von einen ebenso kurzen „kein Problem“ quittiert wurde.
Größtenteils also mal wieder einmal fairer Rennsport, wie er sein sollte.
Leider konnte Sven Müller in der Rookie-Klasse nicht wirklich ins Renn-Feeling
eintauchen, weil er keine Gegner hatte. Da Sven jedoch auch „klassisch“
unterwegs war, konnte er hier seinen Renner ordentlich gegen die angereiste
Konkurrenz über die Piste scheuchen.
Die Klassiker zeigten, dass sie auch auf Hallenasphalt eine gute Figur machten.
Jörn Hoormann hatte bei diesem Challenge-Lauf alles in Griff und sicherte sich
die maximale Punktzahl für die Gesamttabelle vor den beiden Altmeistern Thorsten
Faber und HaPe Basdorf.
Die Formel1-Boliden im Taschenformat kurvten im Finale 20 Minuten über den
westfälischen Bodenbelag. Bei diesem Finale kam es darauf an, dass jeder Pilot
über die Distanz konzentriert und möglichst fehlerfrei seine Runden drehte. Das
war diesmal hier deswegen etwas Besonderes, weil sich das Feld recht schnell auf
der Strecke verteilt hatte und daher echte Zweikämpfe nicht sehr häufig zu sehen
waren. Am Ende gewann Dai Sakaguchi vor Karsten Bartsch und Dirk Lante.
Natürlich war das größte Starterfeld wieder einmal in der Klasse 17,5 zu finden.
Der Blick allein auf die schnöden Ergebnisstabellen würde ein völlig falsches
Bild von den spektakulären Läufen zeichnen. Zuschauer und Fahrer erlebten
RC-Rennsport vom Feinsten. Hektische Szenen gehörten da genauso dazu, wie auch
langwierige Versuche, den unmittelbaren Gegner zu zermürben. Postionswechsel
nach Fehlern, Aufholjagten und spektakulüren Überholmanöver – alles wurde
geboten. Am Ende stand auf Platz drei Dai Sakaguchi und auf Position zwei
Thilo-Alexander Tödtmann. Zum ersten Mal ganz oben auf dem Treppchen landete
diesmal Max Schmitz.
Das B-Finale gewann Jonas Bornkessel, Sieger im C-Finale wurde Marc Olschewski
und Ingo Herschbach entschied das D-Finale für sich.
In der Klasse Stock jagten die Fahrer
ihren Tourenwagen mit höchstmöglicher Geschwindingkeit um den Kurs. Es war
beeindruckend, mit welcher Präzision die Fahrer dabei ihre Autos über die
anspruchsvolle Strecke lenkten. Michael Spiering zeigte einmal mehr sein Können,
und gewann vor Dai Sakaguchi und Dirk Kröger.




Die Sieger der Classic Challenge

Die Sieger der Formel Challenge

Die Sieger der 17,5T Challenge

Die Sieger der Stock Challenge