Rennbericht Gruppe West: Geilenkirchen, 14.08.2011
1. Lauf zur LRP-HPI-Challenge Saison 2011/2012
Wie der Deutsche Wetterdienst am frühen Morgen mitteilte, war
für den Kreis Heinsberg mit Starkregen zu rechnen. Aufgrund der zu erwartenden
Niederschlagsmenge von 25 Litern pro Quadratmetern wurde daher eine
Unwetterwarnung herausgegeben ... Tolle Voraussetzungen für einen Saisonauftakt
in Geilenkirchen. Die Streckenbesichtigung und auch der Blick in den Himmel
bestätigten die Wetterprognosen der Meteorologen.
Immerhin 46 Starter hatten sich im Megadrom eingefunden, um mit den
Modellrennern in den verschiedenen Klassen das erste Rennen der neuen Saison
auszutragen. Jeder hatte sich so gut es ging auf die widrigen
Witterungsverhältnisse eingestellt, aber ein ungutes Gefühl blieb – bei Fahrern
und Ausrichtern. Warum mehr riskieren als notwendig? Immerhin verfügt das
Megadrom-Geilenkirchen auch über eine erstklassige Indoor-Strecke.
In Anbetracht dieser Umstände wurde dann übereinstimmend entschieden: Nicht nur
drinnen schrauben – auch drinnen fahren.
.
Das Team vom Megadrom-Geilenkirchen, unter der Leitung von Dennis Kalinowski,
hatte, wie immer, alles im Griff. Die dort übliche Freundlichkeit und
Hilfsbereitschaft sorgten mit für einen reibungslosen Ablauf des Auftaktrennens.
Wie erwartet gingen in der Klasse 17,5 die meisten Fahrerinnen und Fahrer an den
Start, jedoch hat die Klasse Stock beim ersten Lauf bereits viele neue Freunde
gewonnen. Mit Spannung erwartet wurde auch, wie sich die neue Technik im
Renneinsatz bewähren würde.
Das neue Reglement wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern rundheraus
akzeptiert. Bei den Untersetzungen in der Klasse 10,5 ist sicherlich noch ein
wenig Erfahrung zu sammeln, hier wurde darum auch fleißig probiert, was denn nun
mit den neuen X12-Motoren die beste Untersetzung ist.
Erfreulich auch, dass sich im Westen endlich einmal ein paar Rookies mehr
tummelten als in der letzten Saison üblich. Altbekannte trafen auf Neulinge,
denen der Spaß an der Sache deutlich anzusehen war. Vorjahressieger Sven Müller
gewann hier vor Hubert Weilinghoff und Tim Jachmann, der seinen ersten starken
Challenge-Auftritt hatte und Papa Uwe hinter sich ließ.
Die Sieger der Rookie Challenge
Bei den Klassikern der Challenge war ein seltener Gast zu bewundern.
Heinz-Jürgen Kalinowski stellte seinen Cup Racer auf die Strecke. Kalli
scheuchte seinen knallgelben BMW um den Kurs und lehrte damit den bulligeren S10
das Fürchten. Gewonnen hat Frank Schmitz vor Bastian Wehrmann, Platz drei ging
an Sven Müller. Kalli trat übrigens in den Finalen mit dem „Cuppy“ nicht mehr
an, er wollte sich auf die 17,5er konzentrieren.
Die Sieger der Classic Challenge
Dass die Klasse 17,5 die volle Konzentration erfordern würde, zeigt sich schon
in den Vorläufen. Der Blick auf den Rundenzettel ließ erahnen, wie es eng
zugehen würde in den Finalläufen. Zuschauer und Fahrer durften Rennsport von
Feinsten erleben. Minutenlange Duelle um die verschiedensten Positionen,
absolute Fairness, knallharte Angriffe und schnelle Konter – Druck erzeugen und
aushalten – das ist es, was die Klasse so beliebt macht. Kein Wunder, dass nach
den jeweiligen Finalläufen die Fahrer abgekämpft aber immer fröhlich vom
Fahrerstand kamen. Tagessieger wurde schließlich Markus Kreder vor Ingo
Herrschbach und Jochen Müller.
Das B-Finale entschied Jonas Rüschenschmidt für sich.
Die Sieger der 17,5T Challenge
Aufmerksam beobachtet wurde natürlich auch die Klasse Stock.
Challenge-Power ohne Timingtricks. Der Wegfall der Powerprogramme war ja vorher
von allen Seiten begrüßt worden, doch war die Klasse wirklich schnell genug, im
Vergleich zur vergangenen Saison? Ja! Die Kontrahenten waren zufrieden und
hatten sichtlich Spaß an der Raserei.
Auch hier standen packende Zweikämpfe auf dem Programm, die den Zuschauern mehr
als einmal den Atem stocken ließen. Benjamin Maslowski jagte seinen Tourenwagen
als erster über die Ziellinie. Ihm folgten Dennis Kalinowski und Majuran
Tharmalingam.
Fabian Esser sicherte sich den Sieg im B-Finale.
Die Sieger der Stock Challenge